PrEP: Präexpositionsprophylaxe
PrEP steht für Präexpositionsprophylaxe — ein Medikament, das vor möglichem Kontakt mit HIV eingenommen wird, damit das Virus keine Infektion aufbauen kann. Richtig angewendet ist es eines der wirksamsten Mittel zur HIV-Prävention.
Wie PrEP wirkt
PrEP bringt HIV-Medikamente vor jeder Exposition in den Körper, sodass das Virus, falls es eindringt, nicht Fuß fassen und sich nicht vermehren kann. Es schützt nur vor HIV — nicht vor anderen sexuell übertragbaren Infektionen oder einer Schwangerschaft — daher nutzen viele Menschen es zusätzlich zu Kondomen und regelmäßigen STI-Tests.
PrEP unterscheidet sich von PEP, einem Notfallmedikament, das nach einer möglichen Exposition eingenommen wird. PrEP ist ein fortlaufender, geplanter Schutz; PEP ist eine kurze Behandlung, die schnell nach dem Vorfall begonnen wird.
Die Optionen
PrEP gibt es in mehr als einer Form, und welche Optionen verfügbar sind, hängt von Ihrem Land und der lokalen Gesundheitsversorgung ab:
- Tägliche orale PrEP — eine Tablette, die jeden Tag eingenommen wird. Dies ist die am weitesten verbreitete Form mit jahrelanger Praxiserfahrung.
- Bedarfsweise (anlassbezogene) orale PrEP — ein bestimmtes Einnahmeschema rund um Sex, das manche Menschen in bestimmten Situationen und unter ärztlicher Begleitung nutzen.
- Langwirksame injizierbare PrEP — von medizinischem Fachpersonal in festen Abständen statt täglich verabreicht. Neuere langwirksame Optionen haben die Auswahl in einigen Ländern erweitert.
Medizinisches Fachpersonal kann erklären, welche Optionen dort gelten, wo Sie leben, und welche zu Ihrer Situation passt.
Für wen PrEP ist
PrEP lohnt sich, mit ärztlichem Fachpersonal zu besprechen, wenn Sie möglicherweise HIV ausgesetzt sind — zum Beispiel wenn Sie eine Partnerin oder einen Partner mit HIV haben, die oder der noch nicht viral supprimiert ist, wenn Sie nicht immer Kondome mit Partnern verwenden, deren Status Sie nicht kennen, oder wenn Sie Spritzbesteck teilen. Leitlinien ermutigen Fachpersonal, PrEP allen zugänglich zu machen, die danach fragen.
Wie wirksam ist es?
Richtig angewendet ist PrEP sehr wirksam bei der HIV-Prävention. Der Schutz hängt von der korrekten und konsequenten Einnahme ab, was ein Grund ist, warum langwirksame Optionen für Menschen attraktiv sind, denen eine tägliche Routine schwerfällt.
PrEP und HIV-Tests
Der Test gehört zu PrEP, nicht getrennt davon. Vor dem Start brauchen Sie einen negativen HIV-Test, denn PrEP ist für Menschen ohne HIV — ein Beginn während einer unentdeckten Infektion ist nicht angebracht. Menschen, die PrEP nehmen, testen sich während der Anwendung ebenfalls regelmäßig.
So funktioniert das diagnostische Fenster →
Wenn Sie PrEP erwägen, ist es der erste Schritt, Ihren aktuellen Status zu kennen. Sie können ihn diskret zu Hause prüfen. Der INSTI HIV-Selbsttest weist Antikörper gegen HIV-1 und HIV-2 aus einem einzigen Blutstropfen nach, mit einem Ergebnis in etwa 60 Sekunden. In einer Studie mit ungeschulten Anwendern von bioLytical Laboratories zeigte er 100 % Sensitivität und 99,8 % Spezifität. Er ist in Europa CE-gekennzeichnet für die Selbsttestung und WHO-präqualifiziert. Ein Selbsttest ist ein nützlicher erster Schritt, aber PrEP selbst beginnen Sie mit medizinischem Fachpersonal, das Bestätigungstests und eine fortlaufende Überwachung organisiert.
Wenn Sie auf ruhige, private Weise wissen möchten, wo Sie stehen, bevor Sie dieses Gespräch führen, ist ein Test ein guter Anfang.
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